Kassensysteme
Teil von Kassensysteme für kleine Geschäfte: Anbieter, Funktionen und Kosten im Vergleich
Kassensystem mit Warenwirtschaft für kleine Geschäfte
Kassensystem mit Warenwirtschaft für kleine Geschäfte: welche Funktionen Pflicht sind, wie DATEV- und Shopware-Schnittstellen helfen und was Abos in Euro kosten.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Pflicht sind Artikelverwaltung, Bestandsführung und eine Schnittstelle zur Kasse.
- Mindestbestände und Bestellvorschläge verhindern leere Regale.
- Ein DATEV-Export spart dem Steuerbüro doppelte Buchungen.
- Collmex, SelectLine und ready2order passen zu unterschiedlichen Budgets.
- Die Kassensicherungsverordnung gilt unabhängig von der Warenwirtschaft.
Welche Warenwirtschaftsfunktionen kleine Geschäfte wirklich brauchen
Artikelverwaltung: Jeder Artikel hat Nummer, Bezeichnung, Preis, Steuersatz und Warengruppe. Varianten wie Größe oder Farbe hängen am Stammartikel. Das hält die Liste kurz und die Kasse schnell.
Bestandsführung: Jeder Kassiervorgang bucht den Bestand ab. Ein Mindestbestand je Artikel meldet sich, bevor das Regal leer ist. Wareneingang und Inventurdifferenz erfassen Sie direkt am Artikel.
Preis- und Aktionspflege: Staffelpreise, Aktionspreise und Sonderpreise liegen zentral. Die Kasse übernimmt diese Werte automatisch, Tippfehler an der Ladenkasse entfallen.
Bestellwesen: Offene Bestellungen zeigen, was unterwegs ist. Für kleine Sortimente reicht ein Bestellvorschlag auf Basis des Mindestbestands.
Auswertungen: Tagesumsatz, Renner und Penner sowie Rohertrag je Warengruppe. Solche Berichte nutzen kleine Geschäfte häufiger als komplexe Planungsmodule.
Anbieter: Collmex, SelectLine und ready2order
| Anbieter | Schwerpunkt | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Collmex | Online-Warenwirtschaft, modular | Handel und Dienstleister mit Kassenanbindung |
| SelectLine | Warenwirtschaft kompakt | kleine Betriebe mit Lager und Auftrag |
| ready2order | Kassen-Abo mit Warenwirtschaft | Laden, Imbiss, Gastronomie |
Collmex beschreibt auf der Produktseite zur Warenwirtschaft von Collmex mit Kassenschnittstelle modulare Bausteine für Verkauf und Lager.
SelectLine bündelt Lager, Auftrag und Buchhaltung in einer kompakten Warenwirtschaft. Das passt, wenn Sie Belege und Bestände an einem Ort führen wollen.
ready2order arbeitet als Kassensystem im Abo. Artikel, Bestände und Auswertungen laufen über die App, Hardware mieten oder kaufen Sie dazu.
Schnittstellen zu DATEV und Shopware
Ein DATEV-Export übergibt Buchungen, Erlöse und Steuerschlüssel an die Buchhaltung. Ihr Steuerbüro muss Kassenberichte dann nicht per Hand übertragen. Prüfen Sie vor dem Kauf, welche Formate die Kasse liefert.
Eine Shopware-Anbindung synchronisiert Artikel, Preise und Bestände. Verkauft der Laden einen Artikel, sinkt der Online-Bestand sofort. Das verhindert Doppelverkäufe bei knapper Ware.
Technisch läuft die Verbindung oft über eine offene Schnittstelle oder einen Connector. Fragen Sie beim Anbieter nach, ob Ihre Shop-Version unterstützt wird.
Die Kassensicherungsverordnung verlangt eine technische Sicherheitseinrichtung in der Kasse, dazu die Mitteilung nach § 146a AO. Eine Warenwirtschaft ersetzt diese Pflichten nicht. Wer den Digitalisierungsstand im Mittelstand einordnen will, findet beim Branchenverband Bitkom Markt- und Technologiedaten des Branchenverbands Bitkom.
Was ein Kassensystem mit Warenwirtschaft kostet
Die Abos sind gestaffelt, und Hardware kommt separat dazu. Die Preisübersicht von ready2order zu Kassen-Abos und Hardware trennt Abo und Geräte.
Beispielrechnung: Angenommen, das Abo kostet 39 Euro netto pro Monat und die Hardware 250 Euro netto einmalig. Im ersten Jahr ergeben sich 468 Euro für das Abo plus 250 Euro für die Hardware, zusammen 718 Euro netto. Mit 19 Prozent Umsatzsteuer sind das rund 854 Euro brutto für das erste Jahr.
Vergleichen Sie die Staffeln genau. Mehr Kassen, mehr Nutzer und zusätzliche Schnittstellen kosten extra. Fragen Sie auch nach Vertragslaufzeit und Kündigungsfristen.
Häufige Fragen
Reicht eine Kasse ohne Warenwirtschaft?
Für den reinen Barverkauf ja. Sobald Sie Bestände, Varianten und Lieferanten führen wollen, fehlen Ihnen sonst Zahlen.
Welche Schnittstellen sind Pflicht?
Pflicht ist nur die Kassenmeldung nach § 146a AO. DATEV und Shopware sind freiwillig, sparen aber viel Handarbeit.
Wie lange dauert die Einrichtung?
Rechnen Sie mit einigen Tagen für Artikelimport, Kassenanbindung und Testläufe. Ein Umstieg zum Monatsanfang erleichtert den Start.
Was kostet der Einstieg?
Kleinere Abos starten im unteren zweistelligen Eurobereich pro Monat. Hardware und Schnittstellen rechnen die Anbieter separat ab.