
Kassensysteme
Teil von Kassensysteme für kleine Geschäfte: Anbieter, Funktionen und Kosten im Vergleich
Welche Kassensysteme eignen sich für Läden mit nur einer Kasse?
Kassensystem eine Kasse: ready2order, Loyverse und Vectron im Vergleich mit Preisen ab 29 Euro pro Monat, Hardware, TSE und Aufnahmekriterien.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Für eine einzige Kasse zählen TSE-Konformität, Warenwirtschaft, Hardware und Support, nicht Filialfunktionen.
- Die Gesamtkosten über drei Jahre entscheiden, nicht der Monatspreis allein.
- Für den Tablet-Einstieg ist Loyverse in der Grundversion die günstigste Wahl, für Dauerbetrieb mit Warenwirtschaft ready2order.
- Wer ein festes Terminal mit Fachhändlerbetreuung braucht, wählt Vectron.
- Ein Tablet-Set ist im Einstieg günstiger, ein festes Kassenterminal belastbarer im Dauerbetrieb.
Fünf Kriterien, an denen sich die Auswahl entscheidet
Wer nur eine Kasse betreibt, braucht keine Filialsteuerung, sondern eine belastbare Einzelplatzlösung. Zuerst stehen die rechtlichen Pflichten: Jedes elektronische Aufzeichnungssystem muss eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung enthalten, die Umsätze signiert und manipulationssicher speichert. Die Einzelheiten regelt die Kassensicherheitsverordnung (KassenSichV).
Fünf Kriterien für die Einzelkasse
- Technische Sicherheitseinrichtungzertifiziert, ausfallsicher
- WarenwirtschaftArtikel, Lager, Lieferanten, Inventur
- HardwareTablet oder Terminal, Drucker, Schublade
- Supportdeutschsprachig, erreichbar am Verkaufstag
- VertragAbo, Laufzeit, Kündigungsfrist prüfen
Fünf Kriterien
- Technische Sicherheitseinrichtungzertifiziertes Modul, Verhalten bei Ausfall, Aufzeichnung aller Vorgänge.
- WarenwirtschaftArtikelstamm, Lagerbestände, Lieferanten, Inventur, Etikettendruck.
- HardwareTablet oder Terminal, Bondrucker, Kassenschublade, Barcodescanner, Kartenleser.
- Supportdeutschsprachige Hilfe, Erreichbarkeit am Verkaufstag, Kosten für die Einrichtung.
- VertragMonatsabo, Einmalzahlungen, Laufzeit, Kündigungsfrist.
In einem Laden mit einer Kasse entscheiden die Punkte zwei bis fünf über den Alltag. Filialfunktionen, Zentrallagerverwaltung oder Schichtplanung über mehrere Standorte sind überflüssig.
Drei Anbieter im Vergleich
Einstiegspreis
- ready2order
- ab 29 Euro netto pro Monat, zzgl. 19 Prozent USt.
- Loyverse
- Grundtarif 0 Euro, Zusatzmodule rund 25 Euro netto je Laden und Monat
- Vectron
- keine öffentliche Monatspreisliste, Angebot über Fachhändler
Hardware
- ready2order
- Tablet-Lösung mit Bondrucker, Schublade und Scanner, auch als Bundle
- Loyverse
- läuft auf vorhandenen Android- und iOS-Geräten, Bondrucker und Schublade separat
- Vectron
- eigene POS-Terminals, Kassenladen und Peripherie
Warenwirtschaft
- ready2order
- Lagerverwaltung mit Artikelstamm, Lieferanten und Inventur
- Loyverse
- Basislager kostenlos, erweiterte Lagerverwaltung als Modul
- Vectron
- Warenwirtschaft über Partnerlösungen
Support
- ready2order
- deutschsprachiger Support per Telefon und E-Mail
- Loyverse
- Hilfe-Center und E-Mail-Kontakt
- Vectron
- Support durch den jeweiligen Fachhändler
ready2order richtet sich an kleine Läden und Gastronomie. Die Preisliste von ready2order führt Kassen-Abos, Hardware und Bundles. Zum Abo gehören Lagerverwaltung, Rechnungsversand und Kundenverwaltung.
Loyverse stellt die Kassen-App dauerhaft kostenlos bereit. Die Preisliste von Loyverse trennt Grundtarif und kostenpflichtige Erweiterungen. Die Software läuft auf vorhandenen Android- oder iOS-Geräten, Bondrucker und Kassenschublade werden separat angeschafft.
Vectron aus Münster liefert Kassenterminals, Software und Peripherie und vertreibt über autorisierte Fachhändler. Angebote entstehen nach Konfiguration aus Terminal, Lizenz, TSE-Modul und Service. Für Läden mit einer Kasse lohnt sich der Vergleich zweier Fachhändler, weil Einrichtung und Wartung unterschiedlich kalkuliert werden.
Beispielrechnung über drei Jahre
Für den Drei-Jahres-Vergleich rechne ich die Abos netto, ohne Hardware. ready2order kostet 29 Euro pro Monat, 348 Euro im Jahr und 1.044 Euro in drei Jahren netto. Mit 19 Prozent Umsatzsteuer sind das rund 1.242 Euro brutto.
Loyverse kostet im Grundtarif 0 Euro. Ein Zusatzmodul für rund 25 Euro pro Monat summiert sich auf 300 Euro im Jahr und 900 Euro in drei Jahren netto. Mit Umsatzsteuer sind das rund 1.071 Euro brutto.
Vectron: Ein Paket aus Terminal, Lizenz, TSE-Modul und Einrichtung liegt laut Fachhändlerangaben typisch zwischen 1.000 und 2.500 Euro einmalig, dazu monatliche Servicekosten. Über drei Jahre sollten Sie mit mehreren tausend Euro rechnen.
Hardware ist in diesen Abo-Zahlen nicht enthalten. Wer ein vorhandenes Tablet nutzt, kommt bei Loyverse ohne Abogebühr aus und zahlt nur die gebuchten Zusatzmodule.
Von der Auswahl zur Inbetriebnahme
- Bedarf aufschreibenArtikelzahl, Öffnungszeiten, Kartenzahlung, Trinkgeld, Rabatte.
- Testversion installieren und einen Testverkauf bis zum TSE-Abschluss durchführen.
- Hardware prüfenBondrucker, Schublade, Barcodescanner, Kartenleser, Ersatzrollen.
- Support anrufen und die Reaktionszeit notieren.
- Laufzeit, Kündigungsfrist und Preisanpassungen schriftlich festhalten.
Die Mitteilung an das Finanzamt ist innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme fällig. Die Meldung selbst ist kostenlos; Kosten entstehen nur für Einrichtung und Hardware.
Häufige Fragen
Reicht für eine Kasse ein Tablet?
Für viele Läden ja. Tablet-Lösungen wie ready2order oder Loyverse decken Kasse, Bondruck und Kartenzahlung ab. Bei Staub, Hitze oder Dauerbetrieb ist ein festes Terminal belastbarer. Ein Ersatzgerät sollte griffbereit liegen.
Ist ein kostenloses Kassensystem rechtssicher?
Kostenlos betrifft nur das Abo. Die Pflicht zur technischen Sicherheitseinrichtung gilt unabhängig vom Preis. Prüfen Sie, ob die TSE zertifiziert ist und ob Belege, Exporte und Aufbewahrung den Vorgaben entsprechen.
Welche Hardware brauche ich mindestens?
Bondrucker, Kassenschublade, Kartenleser und ein Gerät für die Kassen-App. Ein Barcodescanner erleichtert den Verkauf, ein Kundendisplay schafft Transparenz an der Theke.
Warum nennt Vectron keine Preise?
Vectron verkauft über Fachhändler. Preise entstehen aus Terminal, Softwarelizenz, TSE-Modul und Servicepaket. Fragen Sie zwei Anbieter an und vergleichen Sie die Gesamtkosten für drei Jahre.



